<fringeplay_3.0>
Konzertprojekt des Pianisten Martin Tchiba mit Online- und Offline-Partizipation

bei den
Randfestspielen für Neue Musik
in Zepernick
am 7. Juli 2018

 

Infos zum Konzertprojekt:

<fringeplay_3.0>
Martin Tchiba, Klavier, Konzept und Moderation

<fringeplay_3.0> ist ein auf unterschiedlichen Spielarten von Partizipation basierendes Konzert des Pianisten und Komponisten Martin Tchiba bei den XXVI. Randfestspielen für Neue Musik in Zepernick (Brandenburg).

Die im Programm enthaltenen Stücke stammen allesamt aus den sozialen Netzwerken: Vielfältig untereinander vernetzte Komponistinnen und Komponisten haben sie für Martin Tchiba komponiert und bei Facebook und/oder Twitter gepostet. Dabei erklingt eine Reihe von Uraufführungen eigens für das Konzert <fringeplay_3.0> komponierter Stücke. Besonders hervorzuheben sind die "Meditationen", die Komponistinnen und Komponisten aus Berlin und Brandenburg gemäß speziellen "Spielregeln" für dieses Konzert komponiert haben. Zudem sind Stücke aus Martin Tchibas vielbeachteten "Social-Media-Klavier-Projekten" WIReless (Tonhalle Düsseldorf) und NETZWELLEN (Saarländischer Rundfunk) zu hören.

Zusätzlich zu den Social-Media-Stücken wird es – sozusagen "analog", ganz ohne Social Media– auch eine Reihe von "Challenges" geben, an denen das Publikum vor Ort mitwirken und somit das musikalische Geschehen mitbeeinflussen kann!

Auf dieser Webpage wird kurz vor dem Konzert ein "Online-Programmblatt" veröffentlicht, den die Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher während des Konzerts – wenn sie dies möchten – auf ihren Smartphones mitverfolgen können: Auf diesem sind neben den Infos zu Komponistinnen und Komponisten sowie Werktiteln auch Links zu den einzelnen Facebook- und Twitter-Postings zu finden. Somit können die Zuhörerinnen und Zuhörer die Entstehungsgeschichte der Stücke – mitsamt der multiplen inhaltlichen Vernetzungen zwischen den Kompositionen – auf spannende Weise nachvollziehen und auch selber den einen oder anderen Kommentar oder "Like" hinterlassen. Für alle, die es lieber analog mögen, gibt es aber natürlich auch ein papierenes Programmblatt: Eingeschaltete Smartphones während des Konzerts sind also ein mögliches Plus, aber absolut kein Muss! :-)



Foto: Martin Tchiba


Vertiefung:

Die sozialen Netzwerke sind heute im Alltag omnipräsent. Als eine zentrale Kommunikationsform unserer Zeit helfen sie, vielfältige Grenzen zu überwinden. Insbesondere ist Partizipation nicht mehr eine Frage des "Wo?": Rand und Mitte verschmelzen in ortsunabhängigen Web-Communities. Dies birgt viel Potenzial für spannende Erfahrungen.
Dennoch bleibt die persönliche, "analoge" Begegnung – etwa zum Produzieren und Rezipieren von Musik bzw. zum Austausch darüber im Rahmen einer Konzertveranstaltung – ein schützenswertes Ereignis, dessen Beschaffenheit freilich nicht unbeeinflusst bleibt von den Auswirkungen der allgegenwärtigen Netz-Kommunikation. In diesem Spannungsfeld bewegt sich das Projekt <fringeplay_3.0>. Die Networks werden mit ihren mannigfaltig-kreativ ausschöpfbaren Möglichkeiten in den künstlerischen/konzertdramaturgischen Entstehungsprozess einbezogen. Das Resultat ist – bei aller Freude an den vorausgegangenen digitalen Erfahrungen – ein "analoges" Klavier-Recital, in das die Social Networks vermittels der "Social-Media-Klavierstücke" gewiss intensiv hineinwirken. Die traditionsreichen Randfestspiele bilden dafür einen idealen Rahmen: Schließlich haben dort von jeher wertvolle musikalische Begegnungen und "Entdeckungsreisen" stattgefunden, und die Kirche als solche ist auch sonst ein – spiritueller – Ort, an dem sich Menschen begegnen und austauschen.


www.tchiba.com/fringeplay | www.martin-tchiba.com
Martin Tchiba bei Facebook und Twitter